11.12.2018

#0711 für Menschenrechte // Grüner Salon: Verrohung der Sprache

Zur menschenfeindlichen Diskussionskultur in sozialen Netzwerken und einer digitalen demokratischen Zivilgesellschaft referierte Prof. Dr. Katrin Schlör am 07. Dezember 2018 im freiraum.am.Bismarckplatz.

Soziale Medien ermöglichen Menschen, sich intensiv an gesellschaftlichen Diskursen zu beteiligen.
Neben Hate Speech im Kontext von Hass, Diskriminierung und Hetze im Internet, sorgen teils gezielte, teils unbewusste Falschmeldungen für Verunsicherung – auch mit der Bildsprache.
Die Fragestellungen, ob diese Probleme tatsächlich den Großteil der Netzgemeinde betreffen und inwieweit wir diesen Phänomenen ausgeliefert sind, aber auch wie eine verantwortungsbewusste Kommunikationskultur im virtuellen Raum funktionieren, waren zentrale Inhalte an diesem Abend. 
Mit praktischen Beispielen aus Medienkunst, Medienbildung und Medienethik zeigte Schlör Handlungsimpulse zu mehr Zivilcourage im Netz auf und sprach sich sehr deutlich für eine Medienbildung von klein auf aus. Darüber hinaus wies sie auf die Bedeutung der positiven Narrative - auch im virtuellen Raum - hin und die damit verbundene unabdingbare Förderung einer digitalen demokratischen Zivilgesellschaft.

Prof. Dr. Katrin Schlör ist Professorin für Kulturarbeit, ästhetische und kulturelle Bildung in der Sozialen Arbeit an der Ev. Hochschule Ludwigsburg am Campus Reutlingen mit den Schwerpunkten Medienbildung und visuelle Kommunikation.
Darüber hinaus ist sie als selbständige Medienpädagogin tätig und Gründungs- sowie Vorstandsmitglied der Medienakademie Baden-Württemberg (www.die-medientdecker.de).

Kategorien:Veranstaltung
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